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Finanzamt Anhebung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Haben Sie im Jahr 2015 Ihre Umsätze kräftig steigern können? Ist das der Fall, freut das nicht nur Sie, sondern auch das Finanzamt.

Sind Ihre Umsätze 2015 im Vergleich zu 2014 gestiegen, schlägt der Finanzamts-Computer Alarm. Denn das Finanzamt geht bei gestiegenen Umsätzen automatisch von einem höheren Gewinn aus. Dieser Grundsatz "höherer Umsatz = höherer Gewinn“ wird dann nach 2016 transportiert. Deshalb schickt Ihnen das Finanzamt ein Schreiben zu und möchte wissen, ob sich Ihre Gewinne aufgrund der höheren Umsätze erhöht haben und wenn ja, ob das 2016 so sein wird.

Keine Reaktion führt zur Erhöhung der Vorauszahlungen

Legen Sie dieses Schreiben des Finanzamts einfach beiseite, wird Ihnen noch vor dem 10. März 2016 ein Bescheid über die Erhöhung der laufenden Einkommensteuer-Vorauszahlungen 2016 zugehen. Hat sich Ihr Gewinn 2015 jedoch trotz gestiegener Umsätze nicht erhöht und ändert sich daran auch in 2016 nichts, müssen Sie dem Finanzamt das mitteilen. Gründe für gleichbleibende Gewinne trotz höherer Umsätze können sein:

  • Höhere Personalkosten
  • Höhere Kosten durch umfangreiche Werbemaßnahmen
  • Höhere Umstrukturierungskosten
  • Höherer Marerialaufwand

Tipp: Das Finanzamt kann auch für das Jahr 2015 nachträglich noch eine fünfte Einkommensteuer-Vorauszahlung festsetzten, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen wegen der höheren Umsätze und Gewinne deutlich gestiegen ist. Um höhere Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu vermeiden, sollten Sie also folgende Unterlagen vorlegen:

  • Vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung für 2015.
  • Voraussichtliche Gewinn- und Verlustrechnung mit Begründung, warum bestimmte Kosten sich erhöhen oder warum bestimmte Umsätze wegfallen.

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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