Im Gespräch mit Georg und Wolfgang Braun von Braun Fenster + Rollladen + Technik
Während so mancher Betrieb händeringend einen Nachfolger sucht, gelang es Schreinermeister Georg Braun gleich alle seine Söhne für die Weiterführung seines Betriebs zu gewinnen. Georg, Wolfgang, Thomas und Christian bilden heute die Geschäftsleitung des Unternehmens Braun Fenster + Rollladen + Technik mit Firmensitz in Weiding im Landkreis Cham. Für Georg Braun ist die Lösung ideal: „Bei vieren ist immer einer zum Schlichten da. Und jeder hat seine Lebensgrundlage im eigenen Unternehmen.“ Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Georg Braun zeichnet verantwortlich für das Kaufmännische. Wolfgang stemmt den Bereich Marketing. Christian ist zuständig für Technik und Montage und Thomas organisiert den Verkauf. Der Vater Georg Braun ist als Berater bei seinen Söhnen gern gesehen. 1962 hatte Georg Braun den Betrieb als Bauschreiner für Fenster und Türen gegründet.
„Heute beschäftigen wir 80 Mitarbeiter, haben Filialen in Regensburg, Straubing, Schwandorf und sind mit drei Verkaufsbüros in Tschechien vertreten“, sagt Wolfgang Braun und freut sich, dass das Unternehmen mit seinen hohen Qualitätsansprüchen zunehmend erfolgreich den tschechischen Markt bedient - nicht zuletzt dank der Unterstützung durch Bayern Handwerk International. „In Tschechien können wir mit Beratung und Service punkten. Das macht möglich, dass wir mit unseren anspruchsvollen, in Deutschland hergestellten Produkten in einem Billiglohnland erfolgreich sind. Unsere Kunden dort reichen von der Rentnerin bis zum Zahnarzt“, ergänzt Georg. „Für Rollläden und Wintergärten gibt es im Nachbarland kaum Anbieter. Außerdem arbeiten wir pünktlich, sauber und schnell. Das kommt an“, ist Wolfgang überzeugt. Braun arbeitet maximal im Umkreis von 100 Kilometern. Die großen Renner 2009 waren Energiesparfenster und hochwärmegedämmte Rollladenkästen. „Wir haben die Produkte selbst entwickelt. Das hat bei uns Tradition. Wir geben uns nie zufrieden mit dem, was auf dem Markt ist. Wir suchen ständig neue Lösungen. Fortschritt in Technik und Service wird bei uns täglich gelebt“, so Georg. Dass das Unternehmen selbst in Krisenzeiten auf der Gewinnerseite steht, führt Georg Braun auch auf ein Stück Unternehmensphilosophie zurück: „Die Kunst ist, anders zu sein als andere.“ Das drückt sich nicht nur im hohen Innovationspotenzial aus, dem vorbildlich praktizierten Umweltschutz, sondern ebenso in der Individualität der Unternehmensgestaltung. Dafür steht die Braun-Erlebniswelt, die den Kunden die Produkte erklärbar, fühlbar und sehbar macht. Das spiegelt sich wider in der jüngst gegründeten Braun-Akademie. „Jeder Mitarbeiter muss jedes Jahr einen Tag Fortbildung absolvieren“, sagt Georg. Und ein besonders attraktiver Kundenmagnet ist die Braun-Arena. „Das macht unseren Markennamen immer bekannter und das Interesse am Produkt steigt“, erklärt Wolfgang. In die Braun-Arena, einer 1.200 Quadratmeter großen Halle, die auch als Lagerraum genutzt wird, strömten 800 Besucher zur Eröffnung. Die Events 2009 reichten vom Auftritt der Frauen-Comedy-Band „Zwoaraloa“ über die Oberpfälzer Showband „Die Lumpen“ bis hin zu Sissi Perlinger. Und die Brauns luden ihre neu hinzugewonnenen tschechischen Kunden in die Arena zu einem bayerisch-böhmischen Oktoberfest. Vom sozialen Engagement der Firma profitieren in der Gemeinde Kindergarten und Schule. Schließlich sorgt Marketingchef Wolfgang Braun dafür, dass das „anders sein als andere“ bis hin zu überregionalen Medien auf öffentliches Interesse stößt.
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