Umwelt + Energie - 27.03.2012
Aktion Earth Hour

Am Samstag geht das Licht aus

In über 100 deutschen Städten erlöschen am Samstagabend die Lichter. Ein Zeichen für den Klimaschutz soll damit gesetzt werden. Wer das Stromsparen auf das ganze Jahr ausweitet, spart bares Geld.

David Biene/WWF
Mit Kerzenlicht setzen die Unterstützer der Aktion Earth Hour am Samstag ein Zeichen für den Umweltschutz.

Von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr wird das Brandenburger Tor in Berlin, der Kölner Dom und die Skyline in Frankfurt am Main im Dunkeln versinken. Die Aktion Earth Hour des World Wide Fund For Nature (WWF) soll ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz setzen. Weltweit nehmen mehr als 5.200 Städte in 135 Ländern teil.

Die deutschen Unternehmen und Privathaushalte fragten im vergangenen Jahr 608 Milliarden Kilowattstunden Strom nach, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen berechnete. Das sind immerhin 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland verbraucht das verarbeitende Gewerbe die chemische Industrie und die Metallbranche die meiste Energie.

Aber auch die deutschen Privathaushalte sind mit jährlich 130 Milliarden Kilowattstunden Strom große Energiefresser. Hier fließt 30 Prozent aus der Dose. Diese Beleuchtung zu Hause kostet: Eine dreiköpfigen Familie gibt jährlich rund 50 Euro nur für Beleuchtung aus. Das sind immerhin circa zwölf Prozent einer durchschnittlichen Stromrechnung. Diese Tipps zum Energiesparen, helfen die Stromkosten daheim zu senken. Wer zu Hause das Licht symbolisch abdrehen möchte, kann sich online für die Earth Hour registrieren. In vielen Städten treffen sich Unterstützer, um gemeinsam Kerzen aufzustellen oder zum Candle-Lighh-Dinner. Während in vielen Orten nur die Beleuchtung in einzelnen Gebäuden abgestellt wird, versinkt die alte Bundesstadt fast komplett in der Nacht. In Bonn werden von der Universität bis zum Beethoven-Denkmal an über 30 öffentlichen Gebäuden die Beleuchtung abgestellt. Wo in Ihrer Nähe die Lichter ausgehen steht auf einer Karte beim WWF. cg

 
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